Eine Geschichte mit vielen Kapiteln

Kapitel 1 - Die Gründung

Anzeige zur Geschäftseröffnung 1930 | Klicken für DetailansichtclearNach seiner Ausbildung zum Elektroinstallateur und der Erlangung des Meistertitels wagt Robert Kuss am 01.04.1930 den Schritt in die Selbständigkeit. Spötter mögen damals gesagt haben, dass es sich bei der Gründung eines „Fachgeschäfts für Elektroinstallation und Radio“ mit dem Namen „Kuss“ doch nur um einen Aprilscherz handeln könnte. Hätten sie damals die Erfolgsgeschichte voraussehen können, wären sie sicherlich von vornherein verstummt.

Wegen des mangelnden Startkapitals kommt zunächst nur die elterliche Adresse im Düsterpoth 5 in Soest als Firmensitz in Frage. Vom ersten Tag an sind ein Geselle und ein Lehrling mit an Bord. Neben Elektroinstallationen in Gebäuden werden Rundfunkgeräte repariert und eine Ladestation für Anodenbatterien unterhalten. Der Unterhaltungsrundfunk steckt noch in den Kinderschuhen und ist auch Anfang der Dreißiger Jahre noch durch Geräte geprägt, die mit Anodenbatterien betrieben werden, welche regelmäßig in speziellen Aufladestationen geladen werden müssen.

Kapitel 2 - Ein neuer Standort

Geschäftseröffnung 1930 | Klicken für DetailansichtclearDas Geschäft läuft gut, der Markt für Rundfunkgeräte und Elektroinstallation boomt und es muss ein Ladengeschäft gefunden werden, um die Geräte den interessierten Kunden zeigen und vorführen zu können. Dieses Geschäft findet sich und man zieht - sicherlich zur Freude von Roberts Eltern - in die Osthofenstraße 44 in Soest um. Ein Standort mit Büro, Werkstatt und Ausstellungsraum, der von nun an fast 20 Jahre die Firma Kuss beherbergen sollte.

Meisterbrief Robert Kuss | Klick für DetailansichtclearDie Jahre des Zweiten Weltkriegs sind schwierig für den damals noch jungen Meister und es dauert einige Zeit, bis das Geschäft nach Kriegsende wieder ins Rollen kommt. Der wirtschaftliche Aufschwung der Fünfziger Jahre geht jedoch auch an der Firma Kuss nicht vorbei und man braucht schon bald mehr Platz, um der steigenden Nachfrage nach Elektroinstallationen und unterschiedlichen elektrischen Geräten gerecht zu werden. Auch die ersten Fernsehgeräte wollen verkauft werden, schließlich gibt es seit dem 25.12.1952 ein tägliches Fernsehprogramm in Deutschland.

Kapitel 3 - Ein paar Häuser weiter

1955 fällt die Entscheidung, in neue Räume umzuziehen. Robert Kuss beschließt, in der Osthofenstraße zu bleiben und wechselt quasi nur die Straßenseite zur Nummer 37. Wenig später wird die Ausstellung für Rundfunk- und Fernsehgeräte an einen anderen Standort in den Grandweg 9 ausgelagert. Weiterhin nutzt er die Wirtschaftswunderjahre und beginnt Anfang der Sechziger Jahre, einen repräsentativen Firmensitz zu suchen. In der Thomästraße 10-12 in seiner Heimatstadt wird er fündig. Dass seine Frau eine geborene Thomae ist, soll die Entscheidung übrigens nicht beeinflusst haben.

Kapitel 4 - Endlich eigene Räume

Die Wahl fällt auf ein Grundstück, auf dem das Geburtshaus der Schriftstellerin Ida Wagner (1877-1962) gestanden hatte, bis es 1944 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Der Wiederaufbau des Gebäudes wird 1964 fertig gestellt. Die großzügigen Räumlichkeiten, in denen die Firma Kuss nun untergebracht ist, erlauben eine Ausweitung des Ladengeschäfts und die Aufgabe der Räumlichkeiten im Grandweg. Neben der immer umfangreicher werdenden Elektroinstallation werden vielerlei elektrische Geräte vom Radio über Leuchten bis hin zu Kühlschränken angeboten. 1968 stirbt Robert Kuss im Alter von 64 Jahren nach 38 Jahren Selbständigkeit.

Kapitel 5 - Junges Blut

Mit dem Tod seines Vaters ist Ingbert Kuss auf einmal gezwungen, die Geschicke eines Handwerkbetriebs zu leiten, der mittlerweile immerhin über 20 Mitarbeiter hat und damit schon zu den großen Elektroinstallationsbetrieben in Soest zählt. Ganz unvorbereitet trifft ihn diese Bürde nicht, hatte er nach seiner Ausbildung doch bereits erfolgreich sein Studium beendet und war bereits auf dem Wege, die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Aus diesem Grund findet er sich auch schnell in seiner neuen Situation zurecht und führt das Unternehmen im Sinne seines Vaters äußerst erfolgreich weiter.

Es folgen Jahre, in denen ganze Neubausiedlungen von der Firma Kuss elektrifiziert werden. Neben vielen Privatkunden und Wohnungsbaugesellschaften gehören aber auch zahlreiche Gewerbe- und Industriekunden zu dem mittlerweile ansehnlichen Kundenstamm.

Kapitel 6 - Eine neue Ära

Als im Jahr 1977 eine recht stattliche Anzahl von mehr als 30 Mitarbeitern zur Firma Kuss zählt, entscheidet sich Ingbert Kuss, die Einzelfirma in eine GmbH umzuwandeln. Der neue Firmenname soll zugleich die außerordentliche Kompetenz als auch das große Portfolio der Firma Kuss widerspiegeln. Am 21.02.1977 ist die Geburtsstunde der Ingenieur Kuss Gesamtelektrik GmbH.

Im gleichen Jahr wird auch der Grundstein für eine völlig neue Sparte gelegt, da einer der Industriekunden mit seiner Anfrage dafür sorgt, dass Ingbert Kuss sich intensiv mit dem Thema Alarmanlagen befasst. Die erste Anlage wird in der Polstermöbelfabrik HEIA in Soest installiert. Das große Potenzial der aufkommenden Gefahrenmeldetechnik und die Entscheidung, sich durch Spezialisierung von anderen Handwerksunternehmen abheben zu wollen, sorgen dafür, dass immer mehr Einbruchmeldeanlagen und kurz darauf auch Brandmeldeanlagen von der Firma Kuss gebaut werden. Dieser Entwicklung trägt Ingbert Kuss zudem Rechnung, indem er 1980 den Bereich Radio- und Fernsehtechnik ausgliedert und gemeinsam mit einem weiteren Soester Traditionsunternehmen hierfür eine eigene Firma gründet.

Kapitel 7 - Mit Brief und Siegel

Den schnell größer werdenden Erfahrungsschatz und die mittlerweile große Kompetenz auf dem Gebiet der Gefahrenmeldetechnik nutzt Ingbert Kuss, um Mitte der Achtziger Jahre einen weiteren großen Schritt zu tun. Als 1984 die Anerkennung zum zertifizierten Errichterbetrieb für Einbruchmeldeanlagen und 1988 für Brandmeldeanlagen vom Verband der Sachversicherer, der heutigen VdS Schadenverhütung, erteilt wird, ist längst eine eigene Abteilung etabliert, die sich ausschließlich um das Thema Gefahrenmeldetechnik kümmert. Im Laufe der Jahre werden weitere Bereiche wie Videotechnik, Zutrittskontrolle und Schließanlagen hinzukommen.

Auch die Elektroinstallationsabteilung in der Firma Kuss verändert sich. Man verabschiedet sich nach und nach vom Wohnungsbau und spezialisiert sich auf Industrie- und Gewerbekunden sowie auf die öffentliche Hand, da man aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter und deren großer Kompetenz den zusätzlichen Anforderungen auf diesem Gebiet sehr gut gewachsen ist.

Kapitel 8 - Die dritte Generation

Der Übergang zur dritten Generation läuft im Gegensatz zum vorherigen Wechsel strategisch geplant ab. Nach Ausbildung und Studium hat Thomas Kuss nach zweijähriger Einarbeitungszeit in verschiedenen Abteilungen das Rüstzeug erworben, um 1999 die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Die Einarbeitungszeit nutzt er zudem, um die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems vorzubereiten. Die Anerkennung nach DIN ISO 9001 erfolgt am 04.10.1999.

Weiterhin entwickelt sich die Firma Kuss zum absoluten Spezialisten auf dem Gebiet der Gefahrenmeldetechnik. Längst schon ist man in der Lage, alle Facetten dieses Bereichs auszufüllen. Es gibt einen eigenen Vertrieb mit einem zusätzlichen Vertriebsstützpunkt in Lippstadt und neben der Installationsabteilung eine eigene Abteilung für den Bereich Wartung und Service.

Natürlich hat die Entwicklung auch vor der Elektroinstallation nicht halt gemacht. Man baut Netzwerke, kümmert sich um Energieoptimierung und deckt von der Telefonanlage bis zur Trafostation alle Bereiche ab, in denen der Strom für ein angenehmeres und sichereres Leben sorgt.

Mit über achtzig Jahren ist die Ingenieur Kuss Gesamtelektrik GmbH ein innovatives und trotzdem überaus erfahrenes Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern, das Kunden von der Ostsee bis zum Bodensee mit seinen Leistungen überzeugt. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen …

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von KUSS aus Soest